Adventure: Backpacking Canada

Ich sitze mit Joseph in einem kleinen Auto zwischen Calgary und Canmore. Wir haben ein klasse Gespräch über den Lifestyle Calgarys und wechseln das Gespräch immer weiter zu „Wildlife“, desto weiter wir in die Wildnis fahren. Er lässt mich in Canmore aussteigen. Damit bin Ich zufriedener denn je, so ein Glück muss man haben. Ich habe ihn einen Tag davor in Calgary bei einem Meeting von Couchsurfern kennen gelernt und heute wieder getroffen. Er muss zufällig heute hier in Canmore etwas erledigen und konnte mich mitnehmen. Sehr cool das Ganze und somit ein gelungener Start in die National Parks von den Rocky Mountains.

Er fährt los weiter in den Ort und Ich gehe ganz einfach an diesem sehr heißen Tag den Highway weiter in Richtung Banff. Ich kann den Highway leider nicht überqueren, doofe Stelle wo er mich rausgelassen hat. Also versuche Ich mein Glück weiter auf die Höhe zu treiben. Ich setze mich also am Straßenrand in Richtung Banff in Bewegung. 10:00 Uhr haben wir es jetzt genau. Ich gehe ca. 3 Meilen den Highway entlang, bis links ein kleiner Weg in die hohen Bäume zweigt.

Ich denke in dieser Situation, dort hinten bestimmt jemanden anzutreffen, der nicht wie alle anderen mit dem Bike unterwegs sind. Ich gehe also hinein und den Weg entlang, Ich gehe und gehe und summte Lieder vor mich her, unendliche Weiten links und rechts neben mir, den Highway höre Ich schon gar nicht mehr. Ich bin nun wirklich komplett alleine. Ist ein wirklich sehr krasses Gefühl, da man ja immer weiß, dass vielleicht noch ein paar wilde Tiere einige Meter weiter weg von dir Hausen könnten.

Ich habe das Gefühl schon mein ganzes Leben lang auf den Beinen zu sein, langsam beginnen Sie wirklich zu schmerzen und Ich halte es nicht mehr aus und musste mich setzen. Ich höre das wilde Geräusch des Waldes, ganz anders als in Deutschland oder in den Alpen. Das Klima war auch viel strenger als in den heimischen Gebieten. Es ist wirklich Leise und man hörte nur die Vögel, den Wind und hin und wieder mal einen kleinen Laut von Hirschen oder Elchen. Ich setzt meinen Weg fort, und sehe irgendwann vor mir ein Schild mit der Aufschrift „Banff 6 Miles“.

Shit. Mein Weg ist noch lange.

Endlich in Banff angekommen, gehe Ich nicht wirklich in die Stadt, sondern marschiere erstmal geradewegs auf den erst besten Campground: den Two Jack Campground. Es ist nun doch schon Spätnachmittag, als Ich ankomme, setze Ich mich erstmal hin auf den Boden und stelle meinen Backpack ab. Neben mir, ca. 20 Meter ein gigantischer Ford 150, der mich sofort begeistert. Ich rapple mich auf um mir den Wagen genauer anzusehen und treffe den Besitzer Zach und ein wenig später, nachdem wir in ein Gespräch verfallen sind auch seine Freundin Chelsea. Wir entschieden am frühen Abend noch, an den Johnston Lake zu fahren, zum Sonnenuntergang dort ein Pärchen-Shooting zu machen und zusammen zum Campground zurückzufahren. Wir sind davor noch in dem sogar ziemlich schön warmen See etwas baden und die restlichen Sonnenstrahlen genießen. Wir machen uns fertig für das Shooting zum Sonnenuntergang. Die Sonne war zwar dort wo wir stehen nicht mehr zu sehen, aber das Panorama vor Uns entwickelte sich gigantisch! Das Shooting war ein voller Erfolg. Lachend und einfach glücklich fahren wir zurück zum Campground, an dem wir noch ziemlich lange am Feuer saßen und gemeinsam uns in den Schlaf sangen!

Am nächsten Tag habe Ich ein sehr gutes Frühstück. Ich esse frische Würstchen, vom Feuer etwas warm gemacht und dazu frische Spiegeleier. Wir machen uns zusammen fertig, bauen unsere Zelte ab und fahren in die City – Banff. Ich war beeindruckt wie die Stadt aufgebaut ist und wie der Style über die Straßen glitzert. An diesem netten Ort müssen mich die beiden leider schon wieder verlassen und Ich starte meinen Weg weiter in den Norden nach Jasper. Ich gehe nicht wirklich weit zum Informationszentrum, bis Ich festelle, dass ein kostenloser Bus nach lake Louise fährt. Ich frage also wann der nächste Bus geht und habe ziemlich viel Glück, dass er direkt vor der Haustüre in 12 Minuten fährt. Ich hol mir also noch

ganz gemütlich einen Kaffee und warte keine Minute auf den Bus, der mich Richtung Jasper nimmt. Dort angekommen, nach ca. einer Stunde musikhörender Fahrt steige Ich aus dem Bus und kam ziemlich schnell in einem Gespräch mit Lukas aus der Schweiz. Tut gut endlich mal wieder jemanden mit deutschem Dialekt zu hören. Wir unterhalten uns ein wenig und er meinte, er würde eh nach Jasper fahren wollen und kann mich gerne mitnehmen. Alleine reisen ist eh nur halb so cool als in einem Team. Bromance war schon nach ca. 20 Minuten Fahrweg entstanden. Wir fahren also ca. 5 Meilen von Lake Louise Richtung Jasper auf den Highway 93. Definitiv atemberaubend. Ein gelber, durchgezogener Strich bis nach Jasper.

Denke mal das sind bestimmt 150km. Krasse Leistung Kanada! Wir fahren den Highway entlang, hören klassische Backpacker-Musik und konzentrieren uns einfach nur auf das einschnappen der atemberaubenden Landschaft von dem Nationalpark. Wir fahren an dem Hector Lake vorbei mit einer atemberaubenden Landschaft, weiter Richtung Peyto Lake. Dort möchten wir gerne einen kleinen Hike machen, nichts Großes.

Wir halten also endlich mal wieder und steigen aus dem Auto aus. Sonnencreme, Schuhe und Funktionsshirt, kurz schlau machen und Kameraequipment checken. Dann gehen wir ziemlich zügig an den Touristen vorbei und in den Wald bergauf. Wir sehen ziemlich zügig schon den ersten Aussichtspunkt, der komplett mit Touristen überlaufen war. Also gehen wir an der Klippe ein wenig weiter, um einen Punkt zu finden, der noch nicht so bekannt war. Natürlich achten wir an dieser Stelle sehr auf die Umwelt, treten nur auf Stein und Holz, kleinere Erdhaufen. Kein einziges Mal aber auf Wiesen, Pflanzen oder jegliche Art an Leben. Wir finden ca. 20 Minuten später einen klasse Spot, an dem auch keine Leute unterwegs waren. Komplett alleine sind wir wieder am Shooten, dieses Mal ein paar Profilbilder für Lukas und ein paar Shots für die Katadyn Group.

Nicht die richtige Uhrzeit für richtig professionelle Bilder, deshalb drehen wir ziemlich schnell wieder um, gehen zurück zum Auto und fahren weiter zu den Wasserfällen Jaspers – dem Athabasca – und Sunwapta Wasserfall. Nach ein paar Minuten Fahrt kommen wir am Columbia Icefield Glacier an. Richtig geile Gegend. Wir entscheiden Uns erst morgen früh an die Wasserfälle zu fahren. Wir steigen also wieder aus dem Auto, machten uns fertig und starten den langen Weg zum Gletscher. Wir bemerken erst nach der Hälfte, dass man tatsächlich Geld zahlen muss, um auf den Gletscher gehen zu dürfen. Deshalb gehen wir nur unten ein wenig entlang und schauen uns das massive Eis von der Seite an.  Aus einer kleinen Höhle strömt fast schon ein richtiger Fluss aus dem Eismassiv. Man könnte meinen, der komplette Gletscher wäre in drei Tagen weg, so viel Wasser strömte heraus. Seit über 50 Jahren ist der Gletscher mehr als 1,2km zurückgegangen. Nach unserer kleinen Wandertour entschieden wir uns noch in dem naheliegenden Informationszentrum über die Geschichte schlau zu machen und nutzen dort WLAN und Bad. Nach einigen Stunden färbte sich allmählich der Himmel, da die Nacht immer näher rückte. Ich brauchte wieder einen Schlafplatz. Im Auto war kein Platz für zwei und Lukas hatte seine Unterkunft.

Wir machten und fertig beschließen aber, nicht sofort etwas für die Nacht zu suchen, sondern wollten an einem Wasserfall noch die Abendstimmung einfangen. Wir fahren also zum Sunwapta Wasserfall und machten da einige Shots. Eine wirklich sehr beeindruckende Location um Fotos zu machen. Der Fluss war bis zum Anschlag voll und wir können leider nicht an die Schwelle zum 20 Meter tiefen Canyon gehen, da dort alles komplett unter Wasser steht. Wir gehen also rüber auf die andere Seite und gehen direkt an den Wasserfall.

Gerade an dem Moment wo es genial wurde, vom Licht, der ganzen Stimmung und des Genießens, muss Ich feststellen, dass wir schon nach 8:00 pm haben und ich nach wie vor noch keinen Schlafplatz für die kalte Nacht habe. Nichts bärensicheres und nichts mit Genehmigung. Also wollten wir nicht weiter diese einzigartige Stelle verfallen und beschließen weiter zum nächstgelegenen Campingplatz zu fahren. Dort angekommen muss Ich leider feststellen, dass der Campingplatz komplett ausgebucht ist. Ich marschierte hinein, Lukas fuhr weiter zu seinem Platz für die Nacht. Wir machten davor noch eine Uhrzeit aus, wann wir uns wieder treffen. Ohne Internet ist das ziemlich schwer sich zu verständigen. Wie damals im Mittelalter. Zwar nicht wirklich schlecht so zu leben, man hat nur etwas ein mulmiges Gefühl und die komplette Situation ist einem unsicher. Vertrauen war an diesem Punkt angesagt. Das hatten wir aber Gegenseitig und trennten uns schlussendlich.

Nun gehe Ich hier im dunklen also alleine mit 25kg Gepäck durch die Reihen und schaute nach einer kleinen Lücke, bis ein dunkler Umriss mich rief, was ich hier suche, der Campingplatz sei voll. Also drehte Ich mich zu ihm und ging auf den scheinbar männlichen Schatten zu. Als ich Näher kam, sah Ich einen sehr gepflegten, gutaussehenden Mann gegenüber des dort lodernden Lagerfeuers. Er steht, seine Begleitung sitzt neben ihm ins Feuer schauend, scheinbar sehr schüchtern oder traurig. Er fragte ob Ich hier einen Platz suche oder Freunde habe.

Ich sagte Ich sei hier nach einem langen Tag müde eben angekommen, suchend nach ein paar netten Leuten und einem sicheren Schlafplatz. Er meinte ziemlich rasch Ich sei hier willkommen und kann direkt neben seinem Truck mein Zelt aufbauen. Das gibt ihm bestimmt einige Pluspunkte für sein Karma. Ich bin Ihm unendlich dankbar, dass er mir einfach so selbstverständlich vertraut und mich offen auf alles einlädt. Dem brutzelten Fisch, der sich wie gerade herausstellt er auf dem Feuer grillte,

einem klasse Glas Rotwein und ein kleines Stück von seinem Blaubeerenkuchen. Wir unterhalten uns weitere Minuten. Aus Minuten wurden Stunden und nach einem Blick auf die Uhr am linken Armgelenk muss ich feststellen, dass es bereits nach Mitternacht war. Wie schnell die Zeit doch in diesem Leben vergeht. Wir machen uns langsam fertig für die Nacht, die die beiden im Auto und Ich in meinem Zelt von Jack Wolfskin verbringe.

Die Nacht war kurz und hart.

Ein Bär schlich durch unser Camp und es waren immer wieder Geräusche sowie Schreie des Erschreckens zu hören. Mindestens eine halbe Stunde war das Camp dunkel mit voller Gemurmel und plötzlich kam meiner Meinung nach ein Ranger mit seinem Truck und kleinen Blitzanlagen und Flutlichtern. Zusätzlich hatte der Truck durchgehend ein sanftes aber doch grelles Hupen auf Dauerschleife. Wie ein rückwärtsfahrender Truck beim Wenden. Nach der Aktion kehrte rasch Stille zurück ins Camp und alle fielen in den Schlaf, aus mir, denn Ich hatte da Ich mein Zelt aufmachte, um das Gefährt des Rangers in Augenschein zu nehmen, nun einige Mosquitos vor meinem Ohr.

Zerstochen von den Insekten stehe Ich also nun im Schatten des Berges, noch in meinem Schlafsack eingemummelt und fröstle mich vor dem Feuer, das Pepn einige Minuten vor meinem Erwachen machte. Ich habe genau 1h23 bis Lukas mich wieder mit dem Auto abholt und wir nach Jasper und dem Maligne Lake aufbrechen.

Ich mache mich fertig, springe noch schnell in den Eiskalten Bow Lake neben mir, um mich zu waschen. Das Ganze klingt vielleicht ziemlich cool, ist aber tatsächlich kein Spaß in den zum Teil tiefen, eiskalten Fluss mit Stromschnellen sich zu baden. Der Fluss kam direkt aus den Gletschern und das eiskalte Wasser schwappte so hin und her, dass manche Leute eher sagen würden, es sei Wahnsinn da rein zu gehen.

Für mich jedoch kein Problem, da mir sowas relativ egal ist. Hab schon schlimmere Sachen überlegt. Männerschnupfen zum Beispiel. Ich bin fertig mit meinem Morgenritual und ziehe mich warm an, da es heute wirklich nicht sonderlich warm war. Zum vereinigten Treffpunkt zur genau der Uhrzeit wie abgemacht stand tatsächlich ein grinsender junger Mann mit braunen Haaren mit seiner RayBan Brille, wie man Ihn seit gestern kannte: Lukas.

Ich stieg also grinsend zu Ihm in sein Auto und wir fuhren gemeinsam in Richtung Jasper und zum Maligne Lake. In Jasper machen noch keinen Halt, sondern fahren nur eine Umgehungsstraße aus drum herum und weiter zum Annette und Emma Lake. Keine wirklichen Spiegelungen, dafür mehr Action. Ein paar Leuten die mit Kanoes unterwegs waren und einige auf dem SUP. Wie gerne man bei diesem herrlichen Wetter nicht auch auf so einem kleinen Bötchen über den See fahren mag. Wir blieben ca. eine Stunde, sahen auch noch einige Wapitis und fotografierten sie. Ich finde leider, wieder einmal das Licht ziemlich unpassend und Ich bin weiter zurück mit ihm zum Auto. Wir fahren also weiter Richtung Süden hinunter zum Maligne Lake. Mein größter Traum: Die Spirit Islands.

Durch absolute Inkompetenz und nicht wirklich fleißiger Arbeit habe ich mir ins Gedächtnis gesetzt, dass man nur durch eine Bootsfahrt, die übrigens einmalig pro Person mehr als 160 CAD kostet, die Islands erreichen kann.

Also wird das ganze heute leider nichts mehr. Wir machen noch auf der Ostseite des Sees eine kleine Wanderung einen Berg hoch, das wir innerhalb 4 Stunden easy machten. Wir unterhalten uns viel über Klimaschutz, Flugzeuge und Leonaordo DiCaprio. Außerordentlicher Mann übrigens. Wieder am Auto angekommen nehmen wir den Sonnenuntergang noch in Jasper mit, machen dort ein paar Streetstylebilder und suchten uns ein Gym oder etwas Ähnliches, das eine Dusche besitzt. Etwas in der Stadt nachgefragt, bekommen wir sehr schnell Infos, wo wir die erste warme Dusche seit 5 Tagen bekommen.

Voll mit frischem Leben getankt fahren wir nachts wieder zurück Richtung Lake Louise, wo wir nach ca. 20 Minuten einen Campingpatz finden. Ich gehe also wieder rein, Freunde mich dieses Mal mit keinem an, da Ich sehr müde bin und einfach nur schlafen möchte. Ich baute etwas auserhalb aber trotzdem noch innerhalb des Bärenschutzes mein Camp auf, lege mich hin und schließe die Augen.

06:00 Sonnenaufgang auf dem Highway 93 mit Lukas. Ziemlich nett, langsam zieht es aber zu, deshalb werden wir keinen zu spektakulären Sonnenaufgang haben. Nach dem tollen Dunkelgrau zu Hellblau Verlauf, starten wir weiter zurück zum Icefield Glacier, wo wir relativ lange und frisch machten, Müll aussortierten und selber wieder richteten, damit das reisen wieder komfortabler ist. Wir nutzen dort noch etwas das WLAN und machten noch wenige Bilder von uns selber. Wir fahren dennoch relativ zügig zurück zum Bow Summit, der über dem Peyto Lake liegt. Wollen dort noch einmal ein paar Shots machen, weil die Bilder davor nicht ganz so toll verliefen. Heute ist es leider auch nicht sehr viel besser, da wir nicht zur richtigen Uhrzeit, und mit zu wenig Licht dort hochgehen, sie fallen sogar noch schlechter aus. Schade. Aber wir haben trotzdem einen netten Hike und fahren weiter zurpck nach lake Louise, wo Ich Lukas dann verabschiede und zu meinem Glück David, den Ich 2 Wochen vorher auf dem 150. Geburtstag von Kanada kennenlernte!
Ich habe gestern erfahren, dass er seinen Job verlor, also lud ich ihn gerade eben erst ein, doch einfach nach Lake Louise zu fahren und mich dort zu treffen. Er war tatsächlich so spontan mich dort zu treffen!
Nach 2 Stunden Campingplatz Freunde finden, einkaufen und Gegend erkunden kommt schon dieser gigantische Geländewagen der sich Ford F 150 nennt um die Ecke gebrummt.

Grinsend steigt er aus, begrüßt mich und schlägt vor später zum Sonnenuntergang zum Lake Louise selber zu fahren.

Geniale Idee, Abendstimmung noch an einem See einfangen.

Bevor wir an den Lake Louise fahren, waren wir noch ein wenig mit dem Skateboard unterwegs. Ein Traum wurde wahr! Kilometer weite Straßen leicht abwärts fahrend wurden wir immer schneller. Erreichten ab und an bestimmt 50km/h!

Wir fahren anschließend also weiter an den Lake Louise, der durch diese Zeit nicht mehr so besucht ist wie normal. Etwa 10-20 Menschen, keine 300. Wir machten dort ein paar klasse Shots, und fahren zurück zum …. Okay nachdem wir auf der Strecke noch einen Bären, den wir übrigens davor direkt am Camp sahen, gesehen und fotografiert haben, packen wir es weiter zurück ins Camp. Wir hatten noch einen der besten Abende, (wenn das hier jetzt jemand liest dem Ich die ganze Geschichte erzählt habe, wird er definitiv einen Lachflash bekommen!) seit langem und gehen relativ einfach schlafen.

Mit über 3 Stunden Verspätung wachen wir total neben der Spur auf. Ich Idiot habe damit den Shot überhaupt vermasselt. Die Morgenstimmung am Lake Morraine. Wir fahren also erst gegen Mittag zum See, der trotzdem leicht spiegelnd, ganz ruhig zwischen diesen gigantischen Bergen liegt. Wirklich eine brillante Sicht! Atemberaubend und Einzigartig.

Wir machten dort einige Notizen, lesen Bücher, hatten mehr als Spaß und einen tollen Tag dort, zum Abschluss sprangen wir noch einzeln ins Wasser und machten uns das Beste aus diesem heißen Tag. Die Wolken veränderten sich immer mehr und es sah gegen Abend immer mehr nach Regen aus. Perfekt!

Mein Ziel am nächsten Tag war ein Berg bei Banff / Canmore und Ich hoffe, dass das Bild das Ich vorhabe, am Mount Rundle, Viewpoint 7, nicht einfach nur Berg, sondern mit einer Wolke unterhalb des Gipfels ist. Das Wetter scheint perfekt und wir fahren mit neuem Hitchhiker, der eine Gitarre mit sich führt, den ganzen Weg von Lake Louise nach Baff singend und brüllend hinunter. Leider müssen wir uns dort schon wieder voneinander verabschieden, da David zu einer Party am Abend muss, der Hitchhiker seine Freunde in Banff treffen möchte und Ich meine Mission verfolge.

Also beginne Ich, alleine wieder in der „Wildniss“, irgendwie nach Canmore zu kommen. Hitchhiken war wirklich schwer, da man nicht richtig an den Highway kommt. Ich versuche aber mein Bestes und hatte Augenmerk auf eine Dame auf der anderen Seite, die aus einem Wagen steigt. Sie ging an mir grinsend vorbei und Ich grinste einfach nur dumm zurück. War irgendwie weird aber lustig die Situation. Ich habe hier leider kein Glück und gehe zuerst zurück in die Stadt, wo mir auffällt hier schon einmal gegangen zu sein. Ich möchte mir jetzt erstmal einen Kaffee holen und danach weiter Richtung Two Jack Campground mit dem kostenlosen Bus fahren. Also gehe und hole Ich mir im Evelyns Coffee Shop einen Kaffee, wo mir plötzlich links im Auge wieder diese Dame auffällt. Irgendwie zu schüchtern (JA tatsächlich, wer hätte es gedacht) sie anzusprechen, bezahle Ich, zwinkere Ihr zu und verlasse den Shop. Ich habe nun, draußen auf der Straße zum Bus gehend ein komisches Gefühl, warum Sie nicht ansprechen. Aber ich meine … was hätte das denn auch gebracht? Ich möchte ja heute oder morgen unbedingt noch nach Canmore und den Plan hat Sie bestimmt nicht. Ich fahre zum TJ Campground und sehe dort alte Gesichter, Leute die Ich schon vor 1 Woche, vor meinem Start nach Jasper kannte. 3 Studenten aus Edmonton, Calgary und BC. Sehr lustig. Dieses Mal mit 2 anderen Leuten. Scheinbar die Nachbarn des Campingplatzes. Ich hocke mich zu Ihnen, grinse dabei bis zu den Ohren, so glücklich war Ich!

Ich setze mich zu ihnen und komme mit allen ins Gespräch, was Ich die Tage erlebte. Die anderen beiden waren einmal ein Profi-Kickboxer und ein Professor. Eigenartige Mischung, aber sehr gute Freunde. Why not? Das Beste an allem: Dank meiner tollen Lebensweise konnte Ich diese Leute so kennen lernen und treffen sich der Zufall, dass sie morgen früh gegen 5:00 Uhr nach Calgary zurückfahren möchten, weil Sie arbeiten müssen. Die beiden können mich morgen früh also nach Canmore mitnehmen. Langsam wird es ungemütlich, da es beginnt zu regnen, wir beschließen uns schon schlafen zu legen, da jetzt das Ganze im mittlerweile starken Regen wenig Sinn macht. Der Regen wurde kurz richtig Hart, und Ich hatte schon kurze Zeit Angst um mein Zelt, da Ich es schon mit Armen und Füße Stütze und trotzdem immer weiter hinunter zum Boden gedrückt wird.

Der Regen war diese Nacht wirklich immer wieder enorm stark. Unseres Glücks ist der Regen bis in der früh schon wieder verflüchtigt und wir können im einigermaßen Trockenen unsere Sachen zusammenpacken und uns für die Fahrt fertigmachen. Wir fahren nicht wirklich lange nach Canmore. Meine 5 ½ Stundenwanderung, oder eine 30-minütige Autofahrt. Tut gut den ganzen Weg nicht wieder gehen zu müssen! Wir erreichen Canmore, wir halten an einem Starbucks, einer wichtigen Überlebensquelle jedes Überlebenskünstlers und Ich steige dort aus. Die beiden geben mir noch frische Sachen zu essen: Eine Banane, etwas Beeren und einen Power-Riegel. Glücklich sie kennen lernen zu dürfen gehe Ich auf die Wolken und Berge schauend auf den Starbucks zu. Es war dennoch sehr warm. Ich gehe in den Starbucks und hole mir einen Cappuccino, setze mich zentral in eine Zweierbank und schlürfe meinen Kaffee, während Ich etwas WLAN nutzte. Danke Starbucks.

Ich arbeite etwas vom Handy, und schaute mir das Wetter an. In ca. 1-2 Stunden los gehen sollte absolut perfekt sein. Ich schaute mich also ein wenig aus dem Fenster in der Stadt um, als eine irgendwie bekannte Person am Fenster vorbeigeht. Ich achte wo genau sie hingeht und tatsächlich hatte Sie das gleiche Ziel, mein Ziel! Sie schleicht etwas niedergedroschen in den Starbucks und wollte etwas bestellen. Als Sie mein Gesicht erkennt, war Sie verblüfft als auch glücklich, da Sie zuerst grinsend, anschließend lachend auf mich zu kam. Was ein Zufall! Die Frau, die Ich in Banff zweimal per Zufall gesehen habe, geht nun auf mich zu. Danke Schicksal, Ich liebe dich, und mein komplettes Leben dort! Wir kommen ins Gespräch und Ich erzählte Ihr meine, im Anschluss Sie Ihre Geschichte. Eine Lehrerin aus Belgien, gerne am wandern und Model. Also wenn das nicht perfekt ist. Ich berichte Ihr von einem Hike, den Ich in diesem Blog hier nicht erwähnt habe und frage im Anschluss ob Sie mich auf meiner Mission als Model begleiten möchte. Sie sagt ja – sehr gut!

Ich frage die junge Dame, die uns immer schon wieder grinsend anschaute, ob es eine Möglichkeit gäbe, unser Gepäck hier im Starbucks zu lassen oder wie wir das verhandeln können. Sie meinte, Starbucks wird schwer aber Ihr Auto steht draußen, da können wir es reinpacken. Solange es nicht später wie 8 Uhr Abend wird bis wir zurück sind. Wir hatten erst 10:00 Uhr also reichte uns die Zeit definitiv. Sie gibt mir Ihre Handynummer und Yeska und Ich stürmten los auf etwas Bergaction.

Nach 40 minuten Fußweg gehen wir an einer etwas mehr befahrenen Straße, die zum Berg hinführte. Sie möchte am liebsten etwas mitgenommen werden und macht einen typischen Daumen. Nicht einmal zwei Autos später werden wir von Jake aus Calgary in seinem Auto mitgenommen. Er möchte, wieder einmal siegt der Zufall, den gleichen Trail machen wie wir. Wir gehen also zusammen den erst einfach beginnend und schwer endeten Trail in Richtung Top. Wir brauchen ca. 2 Stunden den Grassi Seen, einem Speichersee und einen ersten Peak zu bewandern. Wir beschließen noch weiter nach oben an meinen Spot zu gehen. Ich bin glücklicher denn je dieses Foto zu machen, der Nebel hier ist mittlerweile nicht mehr ganz so streng wie anfangs. In ca. 30 Minuten erreichen wir den Spot, den Ich seit mehr als einem ganzen Jahr in meinem Kopf habe. Außerdem steht das Wetter unglaublich gut und die Bedingungen können nicht besser stehen. Als wir oben ankommen, traue Ich meinen Augen nicht, ziemlich exakt so wie Ich es mir vorgestellt habe. Jetzt ist für mich selber der Trip im Nationalpark perfekt. Lake Morraine war etwas schade, aber sonst habe ich alles gesehen und bereist, wie Ich es vorgesehen habe. Wir starten die Rückreise an, die wirklich extrem kurz war. Wir unterhalten uns einzigartig, mit viel Gelächter und lustigen Sprüchen. Wirklich ein Traum! Ich habe noch genau 3 Tage in Kanada, bis mein Rückflug geht. Bis dahin muss Ich nur noch meinen Backpack zurückbekommen, 3 Nächte überstehen, ein Tattoo als Erinnerung stechen lassen, nach Calgary und weiter zum Flughafen kommen. Jake nimmt uns bis zum Starbucks zurück und setzte uns dort aus. Wir nutzen das Internet und ich telefoniere mit Alysha, die Dame mit unseren Backpacks um Uns sie wieder zu bringen. Sie frag, wo wir eigentlich schlafen, da wir aber keine Möglichkeit hatten legal wo zu schlafen, müssen wir diese Frage leider negativ beantworten – keine Ahnung! Wir kommen in einem Gespräch dazu, bei Ihr und Ihrem Freund zu schlafen. Wieder einmal Danke an dieses tolle Leben!

Wir fahren zum nächsten Getränkeladen, man muss sich ja schließlich revanchieren!

Der Abend verlief unglaublich toll, zusammen mit Yeska, Alysha, ihrem Freund und Hund.

Hier endet die Reise schon wieder, da die Storys davor und danach nichts mehr mit dem Highway 93, der Hauptstraße durch die Nationalparks Kanadas zu tun hat. Ich bin nach diesem Adventure nach Calgary mitgenommen worden, war dann nochmal bei Davide und einer Freundin von ihm, die mich nach einem Tag auf der Stampede völlig betrunken zum Flughafen fuhren. Dort war meine Letze schlaflose Nacht vor einem Fernseher und Ich trat meinen Rückflug an.

Vielen Dank fürs lesen!

Jack Scorner

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