September 2025, Österreich
Inklusiver Tourismus
Als Produktionsfirma wurden wir von Tourismusverband Seefeld und Innsbruck Tourismus beauftragt, die fotografische Dokumentation für das LEADER-Projekt „Barrieren abbauen, Chancen nutzen – Inklusiver Tourismus in den Regionen Seefeld und Innsbruck“ umzusetzen.
Unsere Produktion für Seefeld & Innsbruck
Als Produktionsfirma durften wir für Tourismusverband Seefeld und Innsbruck Tourismus ein fotografisches und filmisches Projekt realisieren, das über die klassische Tourismusfotografie hinausgeht: Inklusiver Tourismus erlebbar machen. Ziel war es, den Leitfaden „Barrieren abbauen, Chancen nutzen“ nicht nur mit Worten, sondern mit authentischen Bildern zu füllen - Bilder, die Geschichten erzählen, Emotionen wecken und Unternehmen inspirieren.
Sensibilität in der inklusiven Tourismusfotografie
Gute Tourismusfotografie lebt von Authentizität. Sie zeigt nicht nur die Landschaft oder Attraktionen, sondern vermittelt Atmosphäre, Erlebnisse und Haltung. Für uns bedeutete das: jede Aufnahme, jede Szene, jede Perspektive sorgfältig zu planen.
Wir entwickelten ein vollumfängliches Produktionskonzept – inklusive Drehplan, Location-Scouting und Storyboard-Entwicklung. Mit unserem nachhaltigen Model-Netzwerk innerhalb der Community körperlich beeinträchtigter Menschen sind wir daher sehr stark aufgestellt.
Vom Konzept bis zu der finalen Umsetzung waren wir als Full-Service-Dienstleister an jedem Schritt beteiligt.
Dabei stellten wir uns die Fragen:
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Wie kann unsere Fotografie Barrieren sichtbar machen und gleichzeitig Momente echter Teilhabe dokumentieren?
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Wie erzeugt man Emotionen, ohne inszeniert zu wirken?
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Wie kann unsere Produktion bestmöglich die Sensibilität für inklusive Angebote im Tourismus transportieren?
Drei Drehtage. Unzählige Geschichten.
Drehtag 1 - Seefeld, Tirols Hochplateau
Die Kamera begleitete unsere Models auf barrierefreien Wanderwegen, über Pfade und durch urbane Plätze in Seefeld. Herbstliche Farben – goldene Blätter und warmes Licht – verliehen den Bildern zusätzliche Tiefe und eine natürliche Atmosphäre.
Jede Aufnahme entstand aus authentischen Interaktionen: Models bewegten sich selbstverständlich in den Szenen, kleine Gesten, Blicke und Gespräche wurden eingefangen. Es ging nicht um gestellte Posen oder Schauspiel, sondern darum, zu
zeigen, wie barrierefreies Reisen, Rollstuhl- und Mobilitätstauglichkeit im Alltag funktionieren. Wir nutzten verschiedene Perspektiven, von Weitwinkelaufnahmen der Landschaft bis zu intimen Porträts, um unterschiedliche Aspekte der Erlebnisse darzustellen.
Die Kombination aus Outdoor-Fotografie und Storytelling erlaubte es, Alltagssituationen und besondere Momente gleichermaßen sichtbar zu machen – etwa einen Blick über das Hochplateau oder eine kurze Pause an einem Aussichtspunkt.
Drehtag 2 - Innsbruck Stadt & Berge
Am zweiten Tag begleiteten wir ein blinder Model durch die Altstadt von Innsbruck. Dabei entstanden generische Aufnahmen, die Unternehmen flexibel für Marketingmaterialien verwenden können, ohne dass sie zu stark ortsspezifisch wirken. Später ging es auf zwei Bergspots, die sich gut für Outdoor- und Landschaftsaufnahmen eigneten. Für uns war es wichtig, kurze Wege und
barrierefreie Zugänge zu berücksichtigen und gleichzeitig Bilder zu erzeugen, die die Erfahrung des Reisens für alle zeigen. Ein besonders prägender Moment war der Sonnenuntergang am Patscherkofel: Die Kamera fing die ruhige Stimmung ein, das Zusammenspiel von Licht und Landschaft sowie die Reaktionen der Beteiligten – und zeigte, wie Inklusion auch in der Natur erlebbar sein kann.
Drehtag 3 - Innsbruck Altstadt & Making-of
Am letzten Drehtag lag der Fokus auf Details, die in der Praxis entscheidend sein können: Tischhöhen in Restaurants, kleine Schwellen, Zugänge. Wir dokumentierten, wie solche Elemente den Alltag beeinflussen und wie sich Tourismusangebote für alle anpassen lassen. Bewegend war der Moment, als ein Rollstuhlmodell einen Ort wieder besuchen konnte, der seit über zehn Jahren nicht erreichbar war.
Unsere Aufnahmen zeigen die Reaktionen, die Unterstützung durch das Team und die Freude des Models – Szenen, die schwer in Worte zu fassen sind. Diese Bilder verdeutlichen, warum Dokumentationsfotografie und Storytelling im Tourismus wichtig sind: Sie machen sichtbar, wie inklusive Angebote praktisch umgesetzt werden können und wie Reisen für unterschiedliche Menschen zugänglich werden.
Für uns war dieses Projekt nicht nur ein Auftrag, sondern eine Erinnerung daran, wozu Fotografie und Filmproduktion im Tourismus beitragen können: Empathie schaffen, Barrieren sichtbar machen und Vielfalt erlebbar darstellen. Jede Aufnahme, von der Close-Up-Porträtfotografie bis zur Panoramaufnahme, erzählt eine Geschichte. Sie sensibilisiert, inspiriert und zeigt Unternehmen, wie inklusive Angebote in der Praxis aussehen können.
Ein herzliches Dankeschön geht an Michaela Kraler und Theresa Geißel für das Vertrauen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit – sowie an alle Beteiligten, die diese Produktion ermöglicht haben.
„Als Fotograf bin ich immer wieder stolz, für solche sinnhaften Projekte dabei sein zu können – und dass wir mit unseren Bildern und Filmsequenzen Inklusiven Tourismus für die Region Seefeld und Innsbruck lebendig machen durften. Denn am Ende geht es nicht nur darum, die Orte zu zeigen. Es geht darum, Tourismus für alle Menschen erlebbar zu machen – mit echten Geschichten, echten Momenten und echtem Herz – genau nach meinem Geschmack!!“
– Jack Griesbeck, CEO und Fotograf JACKSCORNER